SPD: Bitterer Tag für die Menschen vor Ort!

„Die SPD will alle Bezirksverwaltungsstellen in Krefeld erhalten. Die CDU schließt vier Rathäuser und macht diese Entscheidung dann auch noch von Personen abhängig“, kritisiert SPD-Ratsherr Wilfried Bovenkerk. Der SPD-Politiker fragt sich deshalb, ob die Bezirksverwaltungsstellen in Oppum und Linn erhalten worden wären, wenn Jürgen Wettingfeld aus Oppum Parteivorsitzender wäre, oder ob die Bücherei in Uerdingen eine Zukunft hätte, wenn Elmar Jakubowski sich Vorsitzender der CDU nennen dürfte. „Ich freue mich für Traar, weil CDU Chef Blondin nicht vorgeführt werden sollte. Das darf aber kein Maßstab von Politik in dieser Stadt werden“.

Der SPD Ratsherr spricht nach der Entscheidung von CDU, FDP und UWG von einem „ganz bitteren Tag“ für die Menschen vor Ort. Die Vorort-Rathäuser in Oppum, Linn, West und Nord seien ein wichtiger Bestandteil von Bürgernähe und Identifikation mit dem Ortsteil gewesen. Besonders schlimm sei es im Bezirk Oppum/Linn, weil dort gleich die gesamte Infrastruktur der Verwaltung wegfallen würde.

Bedauerlich für den Ratsherr aus Oppum, dass offensichtlich auch auf das Wort von CDU-Ratsherrn Elmar Jakubowski kein Verlass mehr sei. In der Verwaltungsausschusssitzung am 31. Januar 2013 hätte der CDU Kollege noch wörtlich erklärt: Mit der CDU wird es keine Schließung von Bezirksverwaltungsstellen geben. „Ich habe mir diese Aussage genau gemerkt, weil ich ein Stück Erleichterung empfunden habe. Davon ist leider nur Enttäuschung übrig geblieben“.

Alternative „Mobile Bürgerbüros“?

Mobile Bürgerbüros könnten die Aufgabe der Bezirksverwaltungsstellen nicht umfänglich übernehmen, davon zeigt sich Wilfried Bovenkerk überzeugt. „Die Bezirksverwaltungsstellen sind mit dem Hinweis der Kostenersparnis geschlossen worden. Gleichzeitig geben wir jetzt für die Mobilen Bürgerbüros 316.000 Euro mehr für neues Personal, Fahrzeuge und Material aus. Wir haben also im Haushalt 2013/2014 einen deutlichen Verlust für den Haushalt zu verzeichnen“.

Wilfried Bovenkerk fordert seine Kolleginnen und Kollegen aus den betroffenen Bezirken auf, diesem Vorgehen im Rat ein Ende zu bereiten. „In der Ratssitzung am 7. Mai können alle Ratsleute aus CDU, FDP und UWG diesem Treiben noch ein Ende bereiten und dem Haushaltssicherungskonzept in der vorgelegten Fassung nicht zustimmen“.